Risolier von

Kleines Wunderkorn

6. Februar 2010: Ich sitze am Flughafen in Saigon. Meine Füße schmerzen, sind aufgeschunden nach einem Motorrad-Unfall auf der vietnamesischen Insel Pho Quoc. In meinem Kopf schwirren die Gedanken, doch dies ist keine Folge des Unfalls. Vielmehr ist es die neue Idee, die auf meiner Asien-Reise geboren wurde: Ich habe den Reis für mich entdeckt, habe erkannt, dass diese Pflanze in Europa völlig unterbewertet ist und ich bin wild entschlossen, diese Entdeckung mit anderen Menschen zu teilen.

Am Strand von Pho Quoc in Vietnam liegt diese Reisschüssel
Mein letzter Abend in Vietnam. Ich sitze am Strand und plötzlich spült das Meer diese Reisschüssel an. Sie ist unbeschädigt und liegt wie ein Zeichen vor mir. Das Meer flüstert: „Glaub an Deinen Weg!“

Ein Jahr später: Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten 12 Monaten einen Lehrgang mit den Schwerpunkten Ernährungswissenschaft, Jura, Marketing, Agrarökonomie und Außenhandel absolviert habe. Viele der Fächer waren überraschend hinzugekommen und viele „Lehreinheiten“ waren nicht wirklich angenehm. Ich hätte mir nie vorstellen können, mit welchen Hindernissen man zu kämpfen hat, wenn man im Lebensmittelbereich Fuß fassen möchte. Und ich hätte nie erwartet, wie spannend das Thema Reis tatsächlich sein kann. Meine Erfahrungen dabei – sowohl vergangene als auch zukünftige – möchte ich gerne in diesem Blog mit Ihnen teilen.

Dies wird ein Blog, der das kleine Reiskorn mächtig in Szene setzt, der einen Nebendarsteller ins Rampenlicht stellt. Ein Blog, der jenseits industrieller Interessen steht, der aus der Sicht eines Menschen geschrieben wird, dessen Vision gerade Wirklichkeit wird.

Dieser Blog startet zur gleichen Zeit wie die Marke Lotao. Und das ist kein Zufall. Denn mit dem Start von Lotao habe ich mir erlaubt, mir selbst einen persönlichen „Studien-Abschluss“ – das Prädikat „Risolier“ – zu verleihen.

Sie werden sich sicherlich fragen, was ich damit meine. Was ist ein Risolier? Zu Beginn war ich selbst gespannt, welche Assoziationen dieser Begriff auslöst. Meine Kollegin Caro hat sich auf der Straße umgehört und – meist ratlose – Passantinnen und Passanten danach gefragt. Die Ergebnisse zeigen wir Ihnen im Laufe der nächsten Wochen und es sind wirklich sehr phantasievolle Erklärungen dabei.

Die offizielle Definition, die wir erarbeitet haben, möchte ich Ihnen an dieser Stelle jedenfalls nicht vorenthalten.

Der Risolier (weibliche Form: Risolière) ist ein Fachmann für Reis und Reisprodukte. Er arbeitet in Reis-Spezialfachgeschäften, reisproduzierenden Unternehmen und gehobenen Restaurants. Kunden sowie Gäste unterstützt er auf der Suche nach der passenden Reissorte für jedes Gericht und Sortiment. Sein breites Wissen um Reisproduktion und Verarbeitungsmöglichkeiten verbindet er mit der Symbolhaftigkeit des Reiskorns und dessen Bedeutung für die Weltbevölkerung.

Der Begriff „Risolier“ wurde 2009 von Stefan Fak eingeführt. Ausbildungen und Schulungen zum Risolier existieren zur Zeit nicht. Diese sollen in Zukunft über den Member Club des Reis-Unternehmens „Lotao“ angeboten und von Stefan Fak gemeinsam mit anderen Risoliers geleitet werden.

Ab sofort möchte ich Ihnen auf diesem Blog Einblicke in das Leben eines Risoliers geben und die spannende Herausforderung annehmen, meine Erfahrungen mit Ihnen zu teilen. Besonders würden mich aber Ihre Gedanken zum Thema Reis interessieren, und ich freue mich bereits heute, mehr über Ihre Reis-Erlebnisse zu erfahren.

Ihr Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.