Vegane Weihnachten: Mit Jackfruit gelingt das Festtagsmenü auch ohne tierische Produkte

Jackfruit-Rezepte

Vegane Weihnacht

Würstchen und Kartoffelsalat, Wild oder die klassische Gans mit Rotkohl und Klößen – die deutsche Esskultur ist eng mit Fleisch verbunden. Besonders zu Weihnachten mag es selbstverständlich erscheinen, dass ein Braten auf den Tisch kommt. Aber wie verhält es sich bei Vegetariern oder Veganern? Auf was können sie sich am Weihnachtsabend freuen?

Trotz stetig wachsender Rezeptdatenbanken voll veganer und vegetarischer Köstlichkeiten ist besonders das Weihnachtsdinner bis heute ein sensibles Thema für Fleisch-Skeptiker – trifft Ernährungsweise neben Vorlieben hier doch vor allem auf eines: die Tradition.

Abhilfe schaffen Fleischalternativen, die in Geschmack und Struktur immer mehr dem Original gleichen. Allen voran das Trend-Food 2019: Die Jackfruit! Wir kennen sie inzwischen als Burger oder Curry. Doch die tropische Wunderfrucht ist weitaus wandelbarer. Das Fruchtfleisch der größten Baumfrucht der Welt weist im unreifen Zustand eine fein-faserige Struktur wie bei Rind-, Schwein- oder Hühnerfleisch auf, wodurch es sich als Ausweichlösung für allerlei Fleischgerichte anbietet.

Wie die Jackfruit diese Weihnachten Tradition und Ernährung vereinen und auch eingefleischte Gäste von einem veganen Dinner überzeugen kann, zeigt das Drei-Gänge-Menü von Lotao.

 

Vorspeise

 

Fingerleicht gezaubert und mit einem Happs im Mund: Die fruchtigen Wraps mit Jackfruit, Avocado und Mango sind der perfekte Starter für alle hungrigen Weihnachtselfen!

 

Mini Jackfruit Wraps mit Avocado und Mango

 

Mini Jackfruit Wraps

Mini Jackfruit Wraps mit Avocado und Mango

 

Zutaten für 2 Personen

  • 4 kleine Wrap-Brote oder Tortilla-Fladen
  • 3 EL vegane Kräuterfrischcreme
  • 100 g Jackfruit (z.B. Jackfruit natur von Lotao)
  • 1 kleine Zwiebel, gewürfelt
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 3 EL Sojasoße
  • 1 EL Paprikapulver
  • 2 EL Kokosblütenzucker (z.B. Java Kiss von Lotao)
  • 1 TL Chili
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Avocado
  • 2 Mango
  • 1 rote Paprika
  • 1 Päckchen Marzipanrohmasse
  • 50 g Fenchel

 

Zubereitung Vorspeise

Jackfruit in Würfel schneiden, die Zwiebel schälen und würfeln. Zusammen mit den Jackfruit Stücken in eine Schüssel geben. Chili, Pfeffer, Paprika, Salz und Kokosblütenzucker zugeben und gut durchmischen. Etwas Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und die marinierten Jackfruitstücke so lange braten, bis die Zwiebel gebräunt ist. Mit Brühe ablöschen, Sojasoße dazu geben und ca. 20 Minuten einkochen lassen, bis die Flüssigkeit vollständig verdampft ist.

Die Wrap-Brote mit Kräuterfrischkäse bestreichen und mit den ausgekühlten Jackfruit-Stücken belegen. Avocado und Mango schälen und gemeinsam mit Paprika und Fenchel in Streifen schneiden. Die Zutaten zusammen mit kleinen Marzipan-Streifen auf den Wrap-Broten verteilen. Wrap zusammenrollen und mit Zahnstochern im Abstand von 2 cm fixieren. Anschließend mit einem scharfen Messer in jeweils 2 cm große Stücke schneiden. Schön anrichten und als Vorspeise servieren. Wunderbar dazu passt auch ein kleiner Kräuter-Dip oder eine klassische Vinaigrette.

 

Hauptgang

 

Steaks im veganen Weihnachtsmenü? Richtig gehört! Die saftigen Jackfruit Steaks überzeugen durch ihre einzigartige Würze und Struktur. Aufgepeppt wird der Hauptgang durch pinken Rotkohl-Reis und herzhaften-süßen Macadamia-Salat.

Jackfruit Steaks mit Rotkohl-Reis und Macadamiasalat

 

Jackfruit Steaks

Jackfruit Steaks mit Rotkohl-Reis und Macadamiasalat

 

Zutaten für 2 Personen

Jackfruit Steaks

  • 200 g Jackfruit (z.B. Jackfruit natur von Lotao)
  • 50 g Saitan-Fix/Gluten Mehl
  • 20 g Hefeflocken
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Mandelmus

 

Rotkohlreis mit Macadamiasalat

  • 100 g Reis (z.B. Prince of Bengal von Lotao)
  • 150 g Rotkohl
  • 1 EL Meersalz
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 EL Kokosblütenzucker (z.B. Java Kiss von Lotao)
  • 2 Äpfel
  • 100 g Macadamia Nüsse
  • 40 g Kirschtomaten
  • 50 g Feldsalat
  • 30 g Karotten
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 2 EL Butter
  • Meersalz

Zubereitung Hauptgang

Eine Pfanne mit etwas Öl erhitzen, klein gewürfelte Zwiebel und Knoblauch anschwitzen. Die Jackfruit in eine Schüssel geben und leicht verkneten. Anschließend mit Röstzwiebeln und Knoblauch, mit Saitan-Mehl, Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Paprika gut vermischen. Die Gemüsebrühe, Tomatenmark, Senf und Mandelmus unter die Masse heben, alles sehr gut durchkneten und eventuell noch etwas Wasser zugeben, bis eine teigige Masse entsteht. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und die Jackfruit-Masse auf einer glatten Oberfläche zu 2-3 Steaks formen. Die Jackfruit-Steaks auf ein leicht geöltes Backpapier geben und für 20 Minuten backen. Für ein ideales Brataroma am Ende die Jackfruit-Steaks in einer Pfanne mit etwas Olivenöl von beiden Seiten kurz anbraten.

Für den Rotkohl-Reis den Reis nach Packungsangabe in einem Kochtopf mit Salzwasser garen. Rotkohl putzen und fein schneiden. Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und 20 Minuten mit dem Rotkohl in Salzwasser kochen. Nach dem Kochen Reis und Rotkohl gut miteinander vermischen, mit etwas Zitronensaft und Kokosblütenzucker abschmecken und in einer Schüssel servieren.

Für den Macadamiasalat den Feldsalat waschen und in eine Schüssel geben.  Kirschtomaten halbieren und Karotte in dünne Stifte schneiden. Olivenöl dazu geben und mit Meersalz und Balsamico abschmecken. Macadamia-Nüsse in einer beschichteten Pfanne mit Butter kurz anbraten, abkühlen lassen und zum Salat geben.

Das Steak zusammen mit dem pinken Rotkohl-Reis und dem Macadamiasalat anrichten.

 

Dessert

 

Fleischliebhaber oder nicht – das spielt bei diesem Dessert keine Rolle. Den süßen Abschluss liefert eine vegane Creme Brülee aus Reis, die nebenbei Wunder gegen den Weihnachtsstress wirkt. Denn dank des royalen „Baby-Basmati“ mit seinem tollen Aroma lässt sich das Dessert ganz einfach vorbereiten. Die ideale Zutat für ein stressfreies Weihnachtsfest.

 

Reis-Creme Brülee mit Himbeeren

 

Creme Brülee

Creme Brülee

 

Zutaten für 2 Personen

  • 150 g Reis (z.B. Prince of Bengal von Lotao)
  • 700 ml Mandelmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 1 EL Orangenschale (Abrieb einer Bio-Orange)
  • 1 TL Zitronenschale (Abrieb von einer Bio-Zitrone)
  • 100 g Zucker
  • 500 g vegane Sahne
  • 100 g veganes Eipulver
  • 3 EL Grand Marnier
  • 100 g brauner Rohrzucker
  • 50 g Himbeeren

 

Zubereitung Dessert

Die Mandelmilch zusammen mit dem Reis aufkochen lassen. Das Mark der Vanilleschote, den Orangen- und Zitronenschalenabrieb, 50 g Zucker und eine Prise Salz in den kochenden Milchreis geben. Bei sehr geringer Hitze und ständigem Umrühren ca. 20 Min köcheln und danach abkühlen.

Den veganen Ei-Ersatz mit dem restlichen Zucker mischen. Die vegane Sahne aufkochen und langsam zur Zucker-Ei-Mischung geben. Die Sahne-Mischung langsam unter den Milchreis heben und mit Grand Marnier verfeinern. In Formen füllen und im heißen Wasserbad ca. 15 Min köcheln lassen.

Etwas auskühlen lassen, mit dem Rohrzucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner goldbraun karamellisieren.

Mit heißen Himbeeren garnieren.



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